
SmartForest 2027 – Call for Papers
Die SmartForest kehrt nach Freising zurück!
Vom 17. bis 19. März 2027 in der TU München / Campus Freising
Wie können großartige Innovationen reale Probleme in Wäldern lösen?
Die SmartForest 2027 bringt Innovatoren aus Forschung und Unternehmen mit Praktikern zusammen, um die Forstwirtschaft digitaler, innovativer, nachhaltiger und klimaresistenter zu gestalten. Hier können Sie sich vernetzen, Ideen austauschen und die Zukunft der Forstwirtschaft gestalten.
Fachpersonen aus der Forstwirtschaft beschreiben ihre operativen und strategischen Herausforderungen und entdecken Lösungen für nachhaltiges Waldwachstum.
Forschende und Innovatoren erfahren mehr über die tatsächlichen Herausforderungen der Forstwirtschaft, präsentieren datenbasierte Ansätze und stellen ganzheitliche Modelle für Ökosystemleistungen des Waldes vor.
Technologie- und Lösungsanbieter treffen mögliche Kunden und erhalten einen Überblick über aktuelle Forschungsergebnisse und die Herausforderungen der Praxis, um ihre Lösungen zu verbessern.
Politische Entscheidungsträger fördern das digitale Ökosystem, das den gesamten Sektor unterstützt, und gewinnen neue Erkenntnisse für die Entwicklung von Strategien, die die wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Funktionen der Wälder stärken.
Werde Teil einer Gemeinschaft von mehr als 300 Menschen, die das digitale Ökosystem für die Forstwirtschaft aufbauen!

Beiträge
Wir laden Forstpraktikerinnen und -praktiker, Forschende, Start-ups, Unternehmen und politische Entscheidungstragende ein, Beiträge einzureichen und Teil der SmartForest 2027 zu werden.
Themen

Themenblock 1: Herausforderungen
Die Forstwirtschaft befindet sich im Wandel. Extremwetterereignisse, Schädlinge und Pathogene verändern unsere Wälder und neue Compliance-Anforderungen wie die EUDR oder WVO schaffen zusätzliche Komplexität. Hinzu kommt die Frage, wie digitale Tools in der forstlichen Praxis wirklich ankommen – und wo sie noch scheitern. Dafür braucht es nicht nur bessere Lösungen, sondern auch wirtschaftliche und politische Anreize sowie klarere Anforderungen seitens der Praxis.
Dieser Block gibt Raum für ehrliche Bestandsaufnahmen: Was beschäftigt euch heute, was kommt auf uns zu und wo brauchen wir dringend bessere Antworten?
Schwerpunkte:
- Klimawandel, Extremwetter, Pathogene, Schädlinge
- Wald als CO2-Quelle: Ursachen, Ausmaß/Konsequenzen für Bewirtschaftung & Klimapolitik
- Welche Probleme bestehen in welchen Prozessen?
- Neue und sich verändernde Geschäftsprozesse
- Umsetzung des Waldumbaus
- Generationenwechsel, Personalmangel und digitale Transformation
- Förderung und Compliance (z. B. EUDR, WVO)
- Wie bewähren sich digitale Tools aus der Forschung in der Praxis?
- Was funktioniert, was hat sich verändert?
- Was funktioniert nicht, wo hakt es?
- Wie können Forschende ihre digitalen Tools unter operationellen Bedingungen gemeinsam mit Praktikern testen?

Themenblock 2: Welche Infrastruktur brauchen wir?
Digitale Lösungen entfalten ihr volles Potenzial erst dann, wenn die zugrunde liegende Infrastruktur stimmt: gemeinsame Datenstandards, offene Schnittstellen sowie skalierbare Datenräume, die Souveränität und Interoperabilität gleichzeitig gewährleisten. Digitale Zwillinge, Datenräume und Datentreuhänder gelten als vielversprechende Infrastrukturansätze für die Forstwirtschaft.
Dieser Block diskutiert, welche technischen und organisatorischen Voraussetzungen erfüllt werden müssen, wo Entscheidungen über Standards und Governance ausstehen, und welche Ansätze sich bereits bewähren.
Schwerpunkte:
- Standards & Datenschnittstellen
- Wie können offene Plattformen entstehen, die Unternehmen, Forschung und Praxis wirklich zusammenbringen?
- Welche Formate sind geeignet, um Forschende und Anwendende besser zu vernetzen?
- Infrastrukturen & Digitale Zwillinge
- Modellierung und Szenarienentwicklung als Grundlage für Bewirtschaftungsentscheidungen
- Verknüpfung und Wissensbereitstellung (Bsp. Wissensgraph)
- Abläufe vor dem Hintergrund neuer Techniken neu denken
- Wie implementiert man erfolgreich Neues?

Themenblock 3: Lösungen & Innovationen
Digitale Innovationen unterstützen die gesamte forstliche Prozesskette – von der Waldbegründung und Bestandspflege über die Holzernte bis zur Logistik und Vermarktung. Sie verknüpfen Informationen, verbessern Entscheidungen und erleichtern die praktische Arbeit im Wald. Das Spektrum reicht von Sensorik und Fernerkundung über digitale Assistenzsysteme bis zu vernetzten Maschinen und Robotik.
Dieser Block zeigt, wie digitale Werkzeuge in Arbeitsabläufe integriert werden und welchen Nutzen sie für Wirtschaftlichkeit, Arbeitssicherheit und eine nachhaltige Waldbewirtschaftung schaffen. Willkom-men sind sowohl neue Entwicklungen als auch Erfahrungen aus der Praxis.
Schwerpunkte:
- Strategische Werkzeuge
- Forstplanung und Betriebssteuerung
- Biodiversität, Resilienz & Umweltschutz
- Wassermanagement, Wasserrückhalt, Hochwasser
- Wissenschaftliche Prognosemodelle für Waldentwicklung, Klimarisiken & Schadereignisse
- Operative Werkzeuge
- Waldzustand
- Einsatzplanung im Wald
- Automatisierte Forsteinrichtung und Inventur
- Betriebsmanagement
- Tools für Waldbrandrisiko- und Kalamitätsmanagement (Feuer, Sturm, Borkenkäfer)
- Datenerhebung- und bereitstellung
- Operationalisierung von Waldinventurtools mittels Nahbereichsfernerkundung
- Flächendeckende, operationale und kostenfreie Schadens- & Inventurlayer

Themenblock 4: Finanzierung & neue Märkte
Bisher wurde die Waldbewirtschaftung größtenteils durch Erlöse der Rohholzbereitstellung finanziert. Klimawandel, steigende Lohnkosten, unsichere Holzpreise und wachsende gesellschaftliche Ansprüche stellen dieses Modell in Frage.
Dieser Block diskutiert, wie die Forstwirtschaft die Transformation finanzieren kann – und wie sie ihre Wertschöpfung auch in unsicheren Zeiten ausweiten kann.
Schwerpunkte:
- Neue Ansätze zur Waldbewirtschaftung
- Automatisierung der Holzernte (Bsp. Rückegassenanlage, Baumauswahl)
- Datenfluss entlang der Logistikkette
- Konzepte und Strategien zur Diversifizierung - neue Geschäftsmodelle
- Potenziale überbetrieblicher Zusammenarbeit
- Vermarktung und Finanzierung
- Ökosystemleistungen
- Finanzierung der Waldbewirtschaftung
- Ökonomische Lage der Forstbetriebe & Auswirkung auf Finanzierungsentscheidungen
- Klimawandel als betriebswirtschaftlicher Faktor
- Tools zur Kontrolle von Nicht-Holz-Leistungen (Bsp. Biotopbaumerfassung etc.)

Themenblock 5: Was bedeutet die rasche Entwicklung von KI für die Forstbranche?
Die KI entwickelt sich rasant. Sprachmodelle, generative KI und autonome Systeme verändern nicht nur einzelne Werkzeuge, sondern stellen grundlegende Annahmen darüber in Frage, was Software leisten kann und wie Mensch-Maschine-Zusammenarbeit künftig aussieht.
Dieser Block beleuchtet, was das konkret für Forstbetriebe, Softwareanbieter und die Forschung bedeutet und wie eine Branche, die auf langfristiges Denken angewiesen ist, mit einer Technologie umgeht, die sich im Monatstakt neu erfindet.
Schwerpunkte:
- Qualität und Verlässlichkeit von KI-Methoden: Nachvollziehbarkeit, Übertragbarkeit und Umgang mit Unsicherheiten
- „Software is dead“ – Wie entstehen neue Lösungen, und was passiert mit bestehenden Werkzeugen?
- Beispiele für praktikablen KI-Einsatz
- Welche neuen Möglichkeiten können entstehen?
- Wo besteht Forschungs- und Entwicklungsbedarf?

Themenblock 6: Outdoor-Sessions
Die Outdoor-Session bietet die Möglichkeit, Technologien und Methoden nicht nur zu präsentieren, sondern direkt im Waldgelände erlebbar zu machen. Gesucht sind praxisnahe Beiträge, die den Einsatz digitaler Werkzeuge, neuer Maschinen oder innovativer Monitoring-Methoden zeigen – von Drohnenflügen über mobile Apps bis hin zu Sensorik oder Entscheidungsunterstützungssystemen.
Besonders willkommen sind interaktive Demonstrationen, die Raum für Erfahrungsaustausch und Diskussion schaffen.
Formate und Fristen
Die Beiträge sind nach den folgenden Kriterien einzureichen:
- Maximal 2 Seiten (inkl. Abbildungen und Grafiken)
- Format: PDF-Datei
- Einreichung ausschließlich online über conftool.com/smartforest2027
- Einreichungsschluss: 20. Dezember 2026
- Rückmeldung: Anfang Januar 2027
Bitte beachte bei der Einreichung folgende Leitfragen:
- Welche Herausforderung adressiert der Beitrag?
- Welche Stakeholder sind konkret betroffen?
- Welchen Praxisbezug stellt der Beitrag her?
- Wie praxistauglich ist der Ansatz?
Wähle außerdem eine bevorzugte Art des Beitrags aus:
| Beitragsformat | |
|---|---|
| Vortrag (15 Minuten) | Präsentation mit anschließender Diskussion |
| Duett (20 Minuten) | Ein Praktiker und ein Innovator präsentieren zusammen |
| Diskussion (20 Minuten) | Eine umstrittene Hypothese wird aufgestellt und mit dem Publikum diskutiert |
| Workshop (45 bis 60 Minuten) | Interaktive Session mit aktivem Teilnahmeanteil |
| World Café (45 bis 60 Minuten) | Themenfokussierte Gruppendiskussion |
| Outdoor-Demonstration | Live-Vorführung im Waldgelände |

