ISA-Konverter: Der Schlüssel zur standardisierten Bereitstellung von Infrastrukturdaten für den Gigabit-Ausbau

ISA-Konverter: Der Schlüssel zur standardisierten Bereitstellung von Infrastrukturdaten für den Gigabit-Ausbau

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Der Infrastrukturatlas (ISA) ist das von der Bundesnetzagentur betriebene zentrale Informations- und Planungsinstrument für den Gigabit-Ausbau in Deutschland. Er enthält vor allem Lagedaten zu bereits vorhandenen Infrastrukturen, die von den Straßenbauverwaltungen und anderen Behörden der 16 Bundesländer übermittelt werden.

Diese Daten können Unternehmen, aber auch dem Bund, den Ländern, Kreisen und Kommunen im Rahmen des Gigabit-Ausbaus zur Verfügung gestellt werden. Da diese Daten kritische Infrastrukturen beschreiben, haben nur berechtigte Nutzer für einen begrenzten Zeitraum und auf Antrag Zugriff.

Durch den ISA wird die Planung von Gigabit-Ausbauprojekten vereinfacht und beschleunigt. Die Mitnutzung bereits vorhandener Einrichtungen wie Schächte oder Rohre senkt dabei die Ausbaukosten.

Damit all dies funktioniert, müssen die Geodaten der Straßenbaubehörden und anderer Datenlieferer harmonisiert und gemäß den festgelegten Vorgaben für die Datenübermittlung bereitgestellt werden. Um einen reibungslosen Ablauf dieses Prozesses zu gewährleisten, hat wetransform im Auftrag der Bundesnetzagentur den ISA-Konverter entwickelt.

Der ISA-Konverter

Der ISA-Konverter ist ein Command-Line-Interface-Tool (CLI) zur automatisierten Transformation von Infrastrukturdaten und Straßendaten entsprechend den Datenlieferungsbedingungen des Infrastrukturatlas. Er basiert auf der Kernkomponente hale»cli unserer hauseigenen Produkte hale»studio und hale»connect.

Konzeptdarstellung des ISA-Konverters. Daten aus ganz Deutschland werden an die Bundesnetzagentur übermittelt.

Mithilfe des ISA-Konverters werden Straßen- und Infrastrukturdaten automatisch entsprechend den vorgegebenen Spezifikationen für die Datenübermittlung transformiert und harmonisiert.

Der ISA-Konverter unterstützt eine Vielzahl von Anbindungen, von individuellen Geodatenbanken und Geoportalen bis hin zu Schnittstellen für gängige Datenverwaltungstools für Infrastruktur- und Straßendaten.

Dazu gehören beispielsweise:

  • TT-SIB INFOSYS
    Ein webbasiertes Informations-, Wartungs- und Analysesystem für die Straßendatenbank. Die Lösung unterstützt Straßenbauverwaltungen bei der strukturierten Verwaltung, Visualisierung und Analyse von Straßendaten.

  • ISYBAU
    Austauschformate für die Abwasserwirtschaft, die einen standardisierten Datenaustausch zwischen Auftraggebern (z.B. der staatlichen Bauverwaltung) und Auftragnehmern (z.B. Ingenieurbüros) sowie weiteren Projektbeteiligten (z.B. Vermessungs- oder Inspektionsunternehmen) ermöglichen.

  • OKSTRA
    Ein umfassender deutscher Standard, der alle Bereiche vom Straßenentwurf über die Bestandsdokumentation bis zur Erfassung von Verkehrsdaten umfasst.

  • SIB-Bauwerke v. 1.9
    Ein von den Straßenbauverwaltungen des Bundes und der Länder entwickeltes IT-Produkt zur Erfassung, Bewertung und Analyse von Bauwerksdaten.

Das hale»cli Kommandozeilen-Interface

Für den ISA-Konverter wurde die hale»cli für die Harmonisierung und Transformation von Infrastrukturdaten und Straßendaten optimiert.

Animiertes GIF, das eine erfolgreiche Datentransformation mit dem ISA-Konverter für ISYBAU zeigt.

Kernfunktionen der hale»cli:

  • Ein Kommandozeilen-Interface für hale»studio ermöglicht die Automatisierung von Geodaten-Transformationen ohne grafische Oberfläche
  • Transformation von Geodaten mit hale-Mapping-Projekten
  • Batch- und Automatisierungsfähigkeit – ideal für die Integration in Server-Workflows, CI/CD-Pipelines oder geplante Jobs

Animiertes GIF, das die „describe“-Funktion in der hale»cli Kommandozeilen-Interface des ISA-Konverters zeigt.

Etwas ganz Besonderes ist der Validierungsmechanismus zur Validierung von Nutzereingaben, Schnittstellenkonfigurationen und Daten anhand der Datenlieferungsbestimmungen des Infrastrukturatlas.

Animiertes GIF, das die „inspect“-Funktion in der hale»cli Kommandozeilen-Interface des ISA-Konverters zeigt.

Speziell für den ISA-Konverter gibt es jetzt auch eine Vorprozessierung zur Geometriekalkulation und Transformation von Infrastrukturdaten mit ASB-Netzbezug (z. B. TT-SIB INFOSYS-Daten) direkt ins GPKG-Format.

Animiertes GIF, das die Erstellung einer GPKG-Datei mit dem ISA-Konverter zeigt.

Rollout des ISA-Konverters

Der ISA-Konverter unterstützt die wichtige Datenharmonisierung von Netzinfrastrukturdaten in Deutschland. Finanziert wurde das Projekt durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV, ehemals Bundesministerium für Digitales und Verkehr). Das Projektmanagement wird gemeinsam vom Fernstraßenbundesamt (FBA) und wetransform durchgeführt.

Die Entwicklungsphase lief über ein Jahr, und der ISA-Konverter ist inzwischen in die Betriebs- und Wartungsphase übergegangen.

Die Einführung des ISA-Konverters in Deutschland, Stand Oktober 2026: Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen

Dank der aktiven Beteiligung und des intensiven Austauschs mit den relevanten Akteuren aus elf Bundesländern wird der ISA-Konverter bereits in Sachsen, Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern eingesetzt.

Die Einführung in weiteren Bundesländern soll in Kürze folgen. Begleitend dazu sind Nutzersupport, Workshops und weitere Schulungsangebote vorgesehen.

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